51. Spielzeit | 2017/2018
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Vorwort des Theaterleiters Christian Kreppel 2018/2019

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Theater- und Konzertfreunde,

es ist für mich auch zum dreizehnten Male eine tief empfundene Freude gewesen, für Sie das unverzichtbare Füllhorn Theater mit Inhalten zu füllen – in der Hoffnung Sie erneut für die unsterbliche Faszination Theater und Konzerte zu begeistern. Vor zwei Jahren haben die ersten Überlegungen zu den gut 100 Programmpunkten in etwa 165 Vorstellungen begonnen. In der folgenden Zeit höre ich monatelang nicht auf, mich wach durch die Theaterlandschaften zu bewegen. Dabei bin ich immer auf der Suche nach besonderen »inhaltlichen Perlen« für unser Theater der Stadt Schweinfurt.

Kreative Unterstützung finde ich bei den Planungen bei altbewährten langjährigen Partnern seit Jahrzehnten wie dem Anhaltischen Theater Dessau, dem Landestheater Detmold, den Hamburger Kammerspielen, dem Theater Hof, dem Theater Schloss Maßbach, den Münchner Kammerspielen, den Stuttgarter Schauspielbühnen, dem Deutschen Nationaltheater Weimar oder renommierten Tourneebühnen wie dem Euro-Studio Landgraf.

Wie Sie wissen ist dabei die Pflege der traditionellen Genres Pflicht und eine stets sehr ernst genommene Aufgabe, um das Publikum aller Altersschichten und kultureller Herkunft zu erreichen. Dabei spanne ich inhaltlich möglichst weite Bögen, um die wunderbare Vielfalt des Theaters abzubilden. Im Bereich Oper zeige ich Meisterwerke von Mozart, Gounod und Puccini, die bewusst durch inhaltliche Grenzen überschreitende Abende wie »Rossini: Genie und Genießer«, »Through Darkness« und »Rock me Hamlet!« ergänzt werden. Ich bin sehr glücklich, dass mit dem Engagement des Tenors Daniel Behle, des Baritons Georg Nigl und den Sopranistinnen Anna Lucia Richter und Myrtò Papatanasiu internationale Meister ihres Fachs in unserem Haus auftreten werden.

Was wäre unser Konzertspielplan aber ohne die wunderbaren Konzerte der Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie? Die Zusammenarbeit hat mit dem ersten Auftritt am 10.10.1946 begonnen und wurde bis heute nie unterbrochen. Mit der Öffnung des Theaters im Dezember 1966 ist diese intensiviert worden. Die alljährlichen acht Konzerte sind »ein unbezahlbares Geschenk«! Ich bin sehr stolz darauf, mit Ihnen am 02. März das 500. Konzert der »Bamberger Symphoniker« in Schweinfurt im Rahmen eines Festkonzerts begehen zu können. Auf dem Programm steht eine konzertante Fassung der »Fledermaus« unter der Stabführung von Manfred Honeck. Dieser Abend wird acht Wochen zuvor nur in der Hamburger Elbphilharmonie gezeigt und natürlich auch in der Konzerthalle Bamberg. Sicher stellt dies ein Juwel in unserem Konzertprogramm der 52. Spielzeit dar. Dass der Chefdirigent Jakub Hruša am 09. Februar die drei letzten Mozart-Symphonien und am 10. Mai Smetanas »Má Vlast« dirigieren wird, sind meine persönlichen Höhepunkte – ebenso wie das erneute Wiedersehen mit dem einzigartigen Grigory Sokolov.

Die Tanz-Begeisterung in unserem Haus möchte ich mit fünf Schweinfurt-Debüts gehörig befeuern. Aus Rotterdam besucht uns das »Scapino Ballet«, aus Wales die »National Dance Company«, aus New York City »Ailey II – The Next Generation of Dance«, aus Stuttgart »Gauthier Dance« und das »Ballett Dortmund«. Ganz bewusst habe ich diesmal den Fokus auch auf deutschsprachige spannende Tanz-Compagnien gelegt. Da darf natürlich nicht John Neumeiers Bundesjugendballett aus Hamburg fehlen. Eine völlige andere Farbe bietet die Urban-Dance-Show »BEETHOVEN! The next Level«, die das Publikum landauf landab von den Stühlen reißt.

Apropos von den Stühlen reißen. Ja, Theater muss fordern und anstrengend sein dürfen. Aber Theater muss auch unterhalten können. Darauf hoffe ich u.a. bei »Motown«, beim »Falco-Musical«, beim Silvester-Konzert »String of Pearls«, beim »Ukulele Orchestra of Great Britain«, bei »Mnozil Brass Wien« und bei den Musicals »Havana Nights«, »Saturday Night Fever« und »Kiss Me, Kate«.

Diese Forderung finden unsere Theaterliebhaber vornehmlich beim gewohnt dichten Sprechtheater-Spielplan. William Shakespeare, Gotthold Ephraim Lessing, Johann Wolfgang von Goethe, Hans Fallada, Max Frisch, Arthur Miller, George Bernard Shaw, Gustave Flaubert und Éric-Emmanuel Schmitt sind hier ebenso zu finden wie heutiges, brennend aktuelles Drama von Bov Bjerg, Daniel Kehlmann, Darja Stocker und Colm Tóibín. Die Besetzung ist meist hochkarätig. Große Erwartung setze ich in »Marias Testament«, das einzige Exklusivgastspiel der Hamburger Kammerpiele außerhalb Hamburgs mit Nicole Heesters.

Ich muss Ihnen ehrlich sagen: ich freue mich sehr auf die 13. Spielzeit unseres »Theaters der Stadt Schweinfurt« und bin glücklich darüber, dass sich bei mir noch kein Gefühl »einer Routine« eingestellt haben. Ich bin glücklich darüber, Ihnen ein sehr abwechslungsreiches und qualitativ hochstehendes Programm präsentieren zu können. Ich bin sehr gespannt auf Ihre Reaktionen. Mein Dankeschön an alle, die am Gedeihen dieses Hauses ihren Anteil haben.

Auf Wiedersehen in Ihrem Theater der Stadt Schweinfurt!

Mit herzlichen Grüßen!
Ihr Christian Kreppel
Theaterleiter