51. Spielzeit | 2017/2018
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Grußwort des Theaterleiters
Christian Kreppel am 22. Dezember 2017
Liebe Theater- und Konzertfreunde!

Noch im alten Jahr erscheinen schon unsere dritten Szenen, die einen Überblick über den laufenden Spielplan der Monate Februar und März verschaffen. In diesen beiden Monaten werden auch schon die Planungen für die kommende 52. Saison ab September 2018 abgeschlossen sein, die Anfang Mai dem Stadtrat präsentiert werden und dann an die Öffentlichkeit gehen. Man muss dem griechischen Philosophen Heraklit zu seiner Formel »panta rhei« (deutsch: »Alles fließt«) immer wieder kritiklos beipflichten.

Apropos im Fluss sein. Erlauben Sie mir an dieser Stelle ein paar Ausführungen zu der anstehenden Sanierung des 51 Jahre alten Theaters der Stadt Schweinfurt. Alle Beteiligten beschäftigen sich seit geraumer Zeit mehr als ernsthaft und intensiv mit diesem Themenkomplex. Zur Erinnerung: es steht die Sanierung des Daches und der Haustechnik ebenso an wie die des Bühnenbereichs mit einer notwendigen Erweiterung. Ein großes Thema also, dem wir uns zu widmen haben, weil Arbeiten anstehen, ohne die das Haus in der gewollt hohen qualitativen Ausrichtung des Spielbetriebs mit Partnern von Staats-, Stadt- und Landestheatern ebenso wie vom ganzen breit gefächerten Tourneetheatermarkt mit Privat- und Tourneetheatern bis hin zu freien Gruppen, keine Zukunftsfähigkeit hat. Ich wiederhole mich ungern, aber hier liegt der Kern des Ganzen: wir haben keine Kür vor uns sondern eine Pflichtaufgabe zu absolvieren. Es liegen bereits zwei Machbarkeitsstudien vor sowie eine umfangreiche Schadstoffuntersuchung und das Haus wird im Moment »durchleuchtet«, um kein Detail zu übersehen.

Der Stadtrat wird Ende Februar in einer Sondersitzung auf der Hauptbühne des Theaters über den Stand der Planungen unterrichtet, da Transparenz hier ein selbstverständliches Anliegen ist. Sie als Theater- und Konzertliebhaber fragen sich nun sicher: Wann geschieht das Ganze und was bedeutet das für mich? Wir gehen im Augenblick von dem Zeitfenster 2021/2022 aus. Das ist den umfangreichen Vorbereitungs- und Planungsarbeiten ebenso geschuldet, wie dem geplanten Ablauf weiterer großer städtebaulicher Aufgaben der Stadt, beispielsweise dem Kulturforum Martin-Luther-Platz sowie der I-Factory wie natürlich der gesamten Maßnahmen im Rahmen der Konversion.

Wir haben also noch Zeit und Sie können sich beruhigt in Ihren bequemen Theatersitz zurücklehnen und noch ein paar Jahre genießen. Wir werden Sie, sehr geehrtes Theaterpublikum, natürlich über alle Entwicklungen zuverlässig und zeitnah informieren. Es stimmt, dass wir während der Baumaßnahmen das Haus schließen werden müssen. Ich kann Ihnen aber versprechen, dass wir schon jetzt auf der Suche nach Ersatzspielstätten sind. Es wird auf jeden Fall ein Theater- und Konzertbetrieb stattfinden! Ich vertraue auf Ihre Unterstützung und Ihre Treue auch in diesen Monaten, wo wir unser geliebtes Theater der Stadt Schweinfurt »auf Vordermann« bringen werden. = Sehr gefreut hat mich eine Verbesserung im Theaterfoyer. Seit Anfang Dezember gibt es je zwei neue zusätzliche Handläufe in unserem denkmalgeschützten Haus auf beiden Seiten des Zugangs zum Parkett und zum Oberen Foyer, um die Sicherheit unserer Zuschauer zu gewährleisten. Wir freuen uns über die schnelle Realisierung durch die SWG und die perfekte Ausführung, 100% angeglichen an das bereits Bestehende. Ja, alles ist im Fluss...

Der Spielplan der Monate Februar und März bietet Ihnen spannende, fordernde und auch unterhaltsame Theater- und Konzerterlebnisse für alle Generationen. Schmökern Sie ein wenig! Wir versuchen wie gewohnt alle möglichen Genres abzubilden und den Bogen möglichst weit zu spannen. Von Shakespeare zu brennend aktuellen dramatischen Stoffen unserer Tage, von traditioneller Folklore bis zu Tanztheater auf Weltniveau, von einer wunderbaren selten gespielten Haydn-Oper bis hin zur Operette und zum Musical. Und natürlich immer wieder erneute fantastische Konzerthöhepunkte durch die Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie.

Ganz besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen den Abend »Peng! Peng! Peng! Fatalyrische Momente« mit der kongenialen Nora Gomringer und dem Percussionisten Philipp Scholz. Scholz lauscht, kombiniert, atmet und holt aus. Der Leipziger Schlagzeuger beschlägt und pointiert die Silben, die Nora Gomringer rezitiert. Mit seinem lebhaften, dynamischen und immer agilen Spiel ergibt sich in bester Wort- und Klangtradition des Jazz ein Zusammenspiel, das der Sprache nichts nimmt und der Musik eine weitere Farbe schenkt. Die »Farbe Gomringer« ist Humorvolles, weitreichend und tief. Scholz und Gomringer machen etwas mit Klang und Sprache und das machen sie... gleich. Sie müssen nur dabei bleiben, wenn sie – ja, Sie könnten sagen – zaubern; so etwas wie Magie liefern mit den verschiedensten Gedichten deutscher und englischer Sprache.

Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen!

Ihr Christian Kreppel | Theaterdirektor
am 22. Dezember 2017